Ausstellung Galerie Teterow
»Hommage a Ringelnatz« in der Galerie
für zeitgenössische Kunst Teterow,
Vernissage am 17. Mai 2019, 19.30 Uhr.

Es spricht Ulrich Kafka
Kunstwissenschaftler

Es singt und spielt
Thomas Putensen · Piano

Feliks Büttner malt…

wenn er Lust hat.

Die Galerie ist ab 10.00 Uhr geöffnet.
Eine gemeinsame Veranstaltung der
Galerie Teterow und der LIDO Kunstmühle e.V.

Sie wollen eine Übernachtung buchen:
Hotel Blücher
Warener Straße 50
17166 Teterow
Fon 03996 157 9595

Motel ›Zur goldenen Krone‹
Constantin-Kirchhoff Straße 2
17166 Teterow
Fon 03996 157 9595



 

reich scheißt auf arm! Gewiss, diese Parole ist
vulgär - unsittlich, anzüglich und alltäglich vertraut zugleich. Doch man kann sie auch umgekehrt meinen: arm scheißt auf reich! Ungefähr so, wie die französischen Sansculotten, revoltierende Frühproletarier und lohnabhängige Besitzlose also, die am Beginn der Revolution im Jahr 1789 die Sturmglocken von Notre-Dame de Paris geläutet hatten, um alsbald eben dieselben aus ihren Angeln zu reißen oder in andere wehrhafte Rasereien zu verfallen. Indessen, Feliks Büttner, der drastische Stichwortgeber zu solch zirkulierendem Taumel, ist kein Umstürzler. Aber ein Provokateur ist der Zeichner und Graphiker schon. Nicht von sich zu reden, käme einer Leisetreterei gleich. Eher agiert da ein frivoler Menschenfreund, respektlos, bisweilen keck und, im Wortsinn, vorlaut – bei all der verstiegenen Abstempelung in die sozialen Pseudoreservate von Unter-, Mittel- und Oberschichten oder gar bei dem flachen Klimbim um die sogenannten »Reichen und Schönen«. Nein, man muss dabei nicht an Neid über geldwerten Luxus sowie dessen vermeintlich ungerechte Verteilung denken. Sowieso war und ist Missgunst in Mode. Doch immer gibt es, gerechterweise, ein Für und ein Wieder. Heikel ist indessen die zunehmende kulturelle Anspruchslosigkeit des Erwerbs von merkantilem Reichtum, zudem banalisiert durch eine medial abgedroschene Dauerbelästigung. So oder so, egal wessen imaginärer Stuhlgang auf wem landet, stets bleibt eine üble Bekräftigung, aufgebläht durch den halb oder ganz und gar unverdauten Unrat haltloser Richtlinien, Beteuerungen oder eingeredeter Verhaltensmuster. Diese Mutmaßung wäre dann systemimmanent. Haben und Nichts haben?
»Mancher weiß nicht, wie reich er ist, bis er erfährt, was für reiche Menschen an ihm noch zu Dieben werden.« So notiert es der Philosoph Friedrich Nietzsche in seiner Rubrik
»Fröhliche Wissenschaft«.
Ulrich Kavka, Berlin im Januar 2019

Initiative LIDO Kunstmühle Feliks Büttner e.V.
Liebe Freunde und Kollegen,
wir laden Euch zur Plakataktion
»Rich shit on poor« /»Reich scheißt auf arm« ein.
Diese Einladung versenden wir an
55 internationale Grafiker und Designer:

Janosch DE
Udo Lindenberg
DE
Tim Davies
DE
Uwe Loesch
DE
Roger Pfund
CH
Lu Yu
CN
Tommy Li
VC
Marte Röling
NL
Volker Pfüller
DE
Helmut Brade
DE
Stephan Bundi
CH
Jiangping He
DE/CN
Rolf Kuhrt
DE
Kari Piipo
FI
Werner Jeker
CH
Alain Le Quernec
FR
Javier Mariscal
ES
Finn Nygaard
DK
Bruno Oldani
NO
Dan Reisinger
IL
Ralph Schraivogel
CH
Nancy Skolos
US
Lanny Sommese
US
Alvaro Sotillo
VE
David Tartakover
IL
Lucille Tenazas
US
Annik Troxler
CH
Henning Wagenbreth
DE
Alexander Jordan
FR
Vladimir Chaïka
RU
Andrew & Jeffrey Goldstein
DE
Michel Bouvet
FR
Istvàn Orosz
HU
Katsumi Asaba
JP
Melchior Imboden
CH
Sang-Soo Ahn
KR
Gabriela Rodriguez
MX
Enzo Finger
NO
Mario Feliciano
PT
Javier Jean
ES
Pablo Martin Badosa
ES
Fritz Gottschalk
CH
Bruno Monguzzi
CH
Sara Fanelli
GB
Seymor Chwast
US
Christoph Niemann
US
Stefan Sagmeister
US
Arnold Schwartzmann
US
Santiago Pol
VE
Gerd Max Lippmann
DE
Majid Abbasi
IR
Egon Wrobel
DE
Ronald Paris
DE
Tomi Ungerer
FR
Klaus Staeck
DE

Wir hoffen sehr auf Eure Beteiligung.
Die Arbeiten sollen an verschiedenen Orten,
in verschiedenen Ländern gezeigt werden.
Die erste Präsentation findet in der Rostocker
Galerie »Auriga« statt. Die Teilnehmer erhalten
eine Mappe mit den gesamten Ergebnissen. Alle
Drucksachen werden von der Rostocker Druckerei Weidner betreut und realisiert. Die Plakate werden in den Formaten DIN A1 und DIN A2 gedruckt.

Sendet bitte Eure Entwürfe
im Dateiformat PDF oder JPEG an:
rene.bakemeier@druckerei-weidner.de
oder das Original im Format DIN A4 an:
Lido Kunstmühle e.V.
Feliks Büttner AGI
Lido Mühle 2 · Dorfstraße 54
18107 Rostock · Germany
Wir bitten um Beteiligungszusage bis
17. April 2019.
Einsendeschluss ist der 17. Mai 2019.

»Ich bin nicht reich, ich bin nicht arm.

Ich mische mich ein«!
Reich oder arm, sei auf der Hut!
Feliks Büttner

 

rich shitting on poor! Granted, the slogan sounds vulgar – immoral, insinuating and yet, strangely familiar. Mind you, you can turn it around: poor shitting on rich! Just like the Sanculottes, those revolting preproletarian dispossessed who in 1789 rang the alarm bells of Notre Dame de Paris – only to unhinge them later and lapse into the militant fury laterknown as the French Revolution.Feliks Büttner, however, graphic designer and artist, initiator of this kind of circulating delirium, is not a revolutionary, but a passionate agitator. Not talking about him would be mealy-mouthed: here you have a frivolous philanthropist – disrespectful, sometimes bold, even cheeky – with all the presumptuous labelling of social pseudoreservations about sub-, middle or upper classes or even the trivial talk of the socalled rich and beautiful. It is not about envy of material luxuryor its alleged unfair distribution. Envy has been in fashion at all times, anyway. But, to be fair, there have always been pros and cons. What is precarious, however, is the growing cultural unpretentiousness in acquiring mercantile riches, further banalized by the continuous, trite medial harassment/nuisance. Be that as it may, whoever’s faeces may land on whoever, there will always be this evil assertion, blown out of proportion through the half-digested or undigested refuse of untenable regulations, protestations or acquired behaviour patterns. This conjecture would then be inherent to the system. To have and Not to have? »Some people do not realize just how rich they are until they experience some other rich people stealing from them« – as philosopher Friedrich Nietzsche wrote in his column »Happy Science«.
Ulrich Kavka, Berlin, January 2019

Initiative LIDO Kunstmühle Feliks Büttner e.V.
Dear friends and collegs,
We would like to invite you to take part in our
poster initiative »rich shitting on poor«.
The invitation is being sent to 55 international
graphic artists and designers:

Janosch
DE
Udo Lindenberg
DE
Tim Davies
DE
Uwe Loesch
DE
Roger Pfund
CH
Lu Yu
CN
Tommy Li
VC
Marte Röling
NL
Volker Pfüller
DE
Helmut Brade
DE
Stephan Bundi
CH
Jiangping He
DE/CN
Rolf Kuhrt
DE
Kari Piipo
FI
Werner Jeker
CH
Alain Le Quernec
FR
Javier Mariscal
ES
Finn Nygaard
DK
Bruno Oldani
NO
Dan Reisinger
IL
Ralph Schraivogel
CH
Nancy Skolos
US
Lanny Sommese
US
Alvaro Sotillo
VE
David Tartakover
IL
Lucille Tenazas
US
Annik Troxler
CH
Henning Wagenbreth
DE
Alexander Jordan
FR
Vladimir Chaïka
RU
Andrew & Jeffrey Goldstein
DE
Michel Bouvet
FR
Istvàn Orosz
HU
Katsumi Asaba
JP
Melchior Imboden
CH
Sang-Soo Ahn
KR
Gabriela Rodriguez
MX
Enzo Finger
NO
Mario Feliciano
PT
Javier Jean
ES
Pablo Martin Badosa
ES
Fritz Gottschalk
CH
Bruno Monguzzi
CH
Sara Fanelli
GB
Seymor Chwast
US
Christoph Niemann
US
Stefan Sagmeister
US
Arnold Schwartzmann
US
Santiago Pol
VE
Gerd Max Lippmann
DE
Majid Abbasi
IR
Egon Wrobel
DE
Ronald Paris
DE
Tomi Ungerer
FR
Klaus Staeck
DE

We are looking forward to your contributions!
The pieces are to be exhibited in different places and countries, with the first presentation being held in the Rostock gallery »Auriga«. Participants will receive a portfolio with all contributions. All printed works will be taken care of and realized by the Rostocker Druckerei Weidner.
The Posters will be printed in the formats
DIN A1 and DIN A2.

Please send your designs in file format
PDF or JPEG to:
rene.bakemeier@druckerei-weidner.de
or send the original in format DIN A4 to:
Lido Kunstmühle e.V.
Feliks Büttner AGI
Lido Mühle 2 · Dorfstraße 54
18107 Rostock · Germany
We need your acceptance by April 17, 2019
and your contribution by May 17

»I am neither rich nor poor. I meddle«.
Rich or poor – be wary!
Feliks Büttner, 2019.

 


Ausstellung Wurzen
Vom 05. August bis 04. November 2018 zeigt
Feliks Büttner in der Städtischen Galerie in Wurzen Handzeichnungen, Collagen und Illustrationen zu Gedichten und Aphorismen des Schriftstellers und Kabarettisten Joachim Ringelnatz.


Buchpräsentation
Der Verein LIDO Kunstmühle und der
Hinstorff Verlag präsentieren das Buch
»Feliks Büttner – Joachim Ringelnatz«
am 06. 09. 2018 um 19 Uhr
in der »anderen buchhandlung« Rostock.

Feliks Büttner ist anwesend und signiert.
Musik Jürgen Plato


Feliks Büttner beschäftigt sich seit längerem
mit dem Schriftsteller und Kabarettisten
Joachim Ringelnatz und hat ausgewählte Gedichte und Aphorismen von ihm in Handzeichnungen, Collagen und Illustrationen aus seiner Sicht neu interpretiert. Diese Arbeiten sind nun bei Hinstorff als Buch erschienen.