LIDO Kunstmühle Feliks Büttner e.V.

Erotika der Lenz ist da

Arbeiten aus der Früh- und Spätpubertät
Feliks Büttner zeigt erotische Grafiken
aus seinem Œuvre

Roter Pavillon Bad Doberan
Vernissage am 01. Mai 2020,  19 Uhr
in Kooperation mit dem
Kunstverein Roter Pavillon e.V.

 

Ausstellung Feliks Büttner Bilder zu Jazz und Musik Aktionsmalerei und Auktion

Konzert
Joe Sachse
git
Nils Wogram tb

15. August 2019, 19 Uhr
Nikolaikirche Rostock

Eintritt 15,- EUR
Ausstellung bis 8. September 2019
Eine Veranstaltung der Lido Kunstmühle

Ausstellung in der Galerie Teterow

»Hommage a Ringelnatz« in der Galerie
für zeitgenössische Kunst Teterow,
Vernissage am 17. Mai 2019, 19.30 Uhr.

Es spricht Ulrich Kafka · Kunstwissenschaftler

Es singt und spielt Thomas Putensen · Piano

Feliks Büttner malt…

wenn er Lust hat.

Die Galerie ist ab 10.00 Uhr geöffnet.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Galerie Teterow und der LIDO Kunstmühle e.V.

reich scheißt auf arm!

Gewiss, diese Parole ist vulgär - unsittlich, anzüglich und alltäglich vertraut zugleich. Doch man kann sie auch umgekehrt meinen: arm scheißt auf reich! Ungefähr so, wie die französischen Sansculotten, revoltierende Frühproletarier und lohnabhängige Besitzlose also, die am Beginn der Revolution im Jahr 1789 die Sturmglocken von Notre-Dame de Paris geläutet hatten, um alsbald eben dieselben aus ihren Angeln zu reißen oder in andere wehrhafte Rasereien zu verfallen. Indessen, Feliks Büttner, der drastische Stichwortgeber zu solch zirkulierendem Taumel, ist kein Umstürzler. Aber ein Provokateur ist der Zeichner und Graphiker schon. Nicht von sich zu reden, käme einer Leisetreterei gleich. Eher agiert da ein frivoler Menschenfreund, respektlos, bisweilen keck und, im Wortsinn, vorlaut – bei all der verstiegenen Abstempelung in die sozialen Pseudoreservate von Unter-, Mittel- und Oberschichten oder gar bei dem flachen Klimbim um die sogenannten »Reichen und Schönen«. Nein, man muss dabei nicht an Neid über geldwerten Luxus sowie dessen vermeintlich ungerechte Verteilung denken. Sowieso war und ist Missgunst in Mode. Doch immer gibt es, gerechterweise, ein Für und ein Wieder. Heikel ist indessen die zunehmende kulturelle Anspruchslosigkeit des Erwerbs von merkantilem Reichtum, zudem banalisiert durch eine medial abgedroschene Dauerbelästigung. So oder so, egal wessen imaginärer Stuhlgang auf wem landet, stets bleibt eine üble Bekräftigung, aufgebläht durch den halb oder ganz und gar unverdauten Unrat haltloser Richtlinien, Beteuerungen oder eingeredeter Verhaltensmuster. Diese Mutmaßung wäre dann systemimmanent. Haben und Nichts haben?
»Mancher weiß nicht, wie reich er ist, bis er erfährt, was für reiche Menschen an ihm noch zu Dieben werden.« So notiert es der Philosoph Friedrich Nietzsche in seiner Rubrik
»Fröhliche Wissenschaft«.

Ulrich Kavka, Berlin im Januar 2019